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Bereits im Oktober 2002 erteilte das Landesbergamt in Clausthal-Zellerfeld einem Unternehmen aus Großhansdorf die Genehmigung in der Nordsee auf einer Fläche von 12.800 Hektar Sand und Kies zu fördern. Das betroffene Gebiet liegt ca. 70 Kilometer westlich von Sylt und umfasst die Größe von 25.000 Fußballfeldern. Lothar Koch, Biologe des Naturschutzverbandes befürchtet durch diesen Abbau die Zerstörung eines ökologisch wertvollen Meeresgebietes.
Das Umweltministerium hat bereits im Rahmen der ersten Planungen im Jahr 1998 Einspruch eingelegt – leider erfolglos. Auch nach der Umweltverträglichkeitsprüfung im Jahr 2001 wurde aus Kiel gegen die Abbaugenehmigung gestimmt. Das Bundesamt für Umwelt- und Naturschutz gab dem Plan statt.
Die Planungsabteilung des Landesbergamtes weist die Vorwürfe mit der Begründung zurück, dass in dem Gebiet "Weiße Bank" der Abbau nur in genau festgelegten Rinnen erfolgen darf. Der unberührte Meeresboden zwischen diesen Rinnen soll die Abbauflächen schnell wieder besiedeln können. Das Landesbergamt erwartet jetzt sogar eine Antragsflut für Sand- und Kiesabbaugenehmigungen in der Nordsee. Den Protest der Naturschützer kann man im zuständigen Amt nicht nachvollziehen, da es im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens auch öffentliche Erörterungstermine gegeben habe.
Die Naturschützer befürchten durch den Eingriff aber eine nachhaltige Schädigung der Nahrungsgründe und Laichgebiete der Fische. Durch den Lärm der Saugbagger steht zu dem zu befürchten, dass Robben und Schweinswale aus diesem Gebiet vertrieben werden.
Ralf Langmaack 16.04.2003
© 16.04.2003 SyltInfo |