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Als Gerücht kursierte es schon seit einiger Zeit auf der Insel. Jetzt ist es offiziell. Das schon fast institutionelle Kulturhighlight eines jeden Sommers auf Sylt fällt 2006 definitiv aus. Grund hierfür ist die Erweiterung des Flugverkehrs ab diesem Jahr. Der Standort auf dem Gelände des Flughafen Sylt in Verbindung mit dem Starten und Landen von Linienmaschinen während der Abendveranstaltungen waren für den Chef des Meerkabaretts Joachim Wussow, neben einer bestehenden Unterfinanzierung von 120.000 Euro Grund genug für diesen Schritt. Vorwürfe gehen jetzt in Richtung Peter Douven, Geschäftführer des Tourismusservice Westerland und gleichzeitiger Geschäftsführer des Flughafen Sylt. Seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Flughafen zeigen für 2006 erste Erfolge in der Wiederbelebung des Flugverkehrs und somit einer schnellen und günstigen Anbindung der Insel Sylt an viele Großstädte in Deutschland. Dadurch würde es in diesem Jahr auch zu Flugbewegungen während der Vorstellungen des Meerkabaretts kommen. Das Aus für das Meerkabarett in der bekannten Form ist damit aber noch nicht endgültig. Im Jahr 2007 soll das Kleinkunstfestival an einem anderen Standort wieder stattfinden. Geplant hierfür ist der Parkplatz an der "Oase zur Sonne". Deshalb kursiert auch schon wieder eine neues Gerücht: Ob es gelingt diesen Parkplatz bereits für dieses Jahr herzurichten? Die Optionen des Zeltvermieters und der Künstler, die bereits zum Teil abgesagt haben und auch ihre Hotelzimmer storniert haben, sprechen allerdings dagegen, dass es in diesem Jahr doch noch ein Meerkabarett auf Sylt geben wird. Joachim Wussow sucht aber trotzdem für 2006 nach alternativen Veranstaltungsstätten, um ein eigenständiges Programm anbieten zu können.
Ralf Langmaack 08.03.2006
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Schmidt B. Geschrieben von Gast am 2006-05-21 10:26:45 Ich hatte mich schon auf das Meerkabarett gefreut und wollte wie jedes Jahr die Vorstellungen besuchen. Ich habe in diesem Jahr auch wieder in der Nähe Flughafen ein Haus gemietet. Sollte es aber, wie in den vergangenen Jahren es nicht der Fall war, der Fluglärm störend zunehmen, werden wir erwägen auf eine andere Insel auszuweichen. Es ist wohl die größte Fehlentscheidung, den Flugverkehr zu erhöhen. Denn der Golfplatz und der Gassigang mit dem Hund am Rande des Flughafens fällt damit wohl in Zukunft aus. Außerdem muß man dann auch noch am Strand den Lärm der anfliegenden Maschinen ertragen.Warum fährt man wohl nach Sylt. Damit der Gast sich erholen kann!!!! | Dr.A.Gernert/Dr. M.Groblewski Geschrieben von Gast am 2006-05-21 12:22:39 Sylt verliert immer mehr hinsichtlich der erstarkenden Konkurrenz an der deutschen Ostsee. Schnapsideen wie das Westerländer Landungsbrückenprojekt, die Drohung mit dem Offshore-Windpark-Projekt und jetzt der flächendeckende Ausbau Sylts zum Großflughafen kann man nur als Ausgeburten kranker Jungmanager-Gehirne betrachten! Die Erfahrung zeigt, dass die versprochenen Gewinnzuwächse nie eintreten - im Gegenteil! Dann fährt man eben woanders hin (bei aller Liebe zu Sylt)! Mfg. Dr. Angelica Gernert - Dr. Michael Groblewski Projektgruppe ProPhil | Meerkabarett 2006 findet nicht statt Geschrieben von Gast am 2006-06-04 20:15:52 Neben den "natürlichen" Attraktionen, die Sylt als fantastisches Urlaubsparadies schon seit Jahrzehnten für alte und neue Fans der Insel bietet, wurde das Meerkabarett in den zurückliegenden Jahren für viele Urlauber und auch die Sylter selbst zu einer wunderbaren Berreicherung einer erholsamen und auch kulturell abwechslungsreichen Erholungszeit. Bei allem Verständnis hinsichtlich der Wahrung kurz- / mittelfristiger wirtschaftlicher Interessen für die Insel; auch für die Beteiber des Flugplatzes. Letztlich aber kulturelle Highlights und somit eine deutlich nachhaltige Attraktivität der Insel Sylt ggb. anderen Urlaubsgebieten zu opfern macht mich nachdenklich und traurig zugleich. Gerade die Mischung aus einer wunderbaren und einmaligen Naturlandschaft verbunden mit höchstbewerteten kulinarischen und kulturellen Erlebnissen machen den besonderen Reiz dieser von so vielen geliebten Nordseeinsel Sylt aus !!! Liebes Ehepaar Wussow; Dank für Ihr Engagement in den zurückliegenden Jahren. Bitte geben Sie nicht auf !!! Alle Meerkabett-Fans - es müssen Tausende sein - stehen an Ihrer Seite. Herzlichst, liebe Insel, Deine Dich Liebenden, Ulrike und Detlef Bender aus NRW
| Geschrieben von Gast am 2006-07-11 15:14:56 Aha, der Geschäftführer des Tourismusservice Westerland ist gleichzeitig Geschäftsführer des Flughafen Sylt - ein Schelm, der Böses dabei denkt. Nun wird mir einiges klar. Seit Jahrzehnten verbringen wir im Jahr diverse Wochenenden auf Sylt, mit Vorliebe in Keitum. Was da seit kurzem an Fluglärm abgeht, ist unerträglich. Erholung ade. Lange werden wir uns das nicht angucken. MfG K. Silber
| Verein gegen den Großflugverkehr auf Syl Geschrieben von Gast am 2007-01-06 00:15:03 Ade, gliebtes Meerkabarett, willkommen Lärm, krebserregendes Kerosin, Luftverschnutzung und Lärm. Ist es das, was die Verantwortlichen in letzter Konsequenz wirklich wollen? Schneller kann man den Standort Sylt gar nicht aufgeben! Der mögliche kurzfristige wirtschaftliche Erfolg wird einem langfristigen Preisverfall und Abwandern der Gäste weichen und zurück bleibt die traurige Erkenntnis, dass man besser erst gedacht und dann gerechnet hätte. Zum Glück engagiert sich der Verein Fluglärm-Initiative Sylt (www.fluglaerm-sylt.de) gegen dieses Desaster! Vielen Dank für den Mut und die Weitsicht für meine gliebte Insel! MfG Dr. Martina Kisch | Geschrieben von Gast am 2007-04-12 17:50:32 Wie paradox, dass dann auf der gleichen Seite eine werbung von u.a.Air Berlin verzeichnet ist. Ich glaube derzeit gar nichts mehr. Jeder sieht auf dieser Insel nur Profit...gehören denn Moral und Profit nicht auf eine Stufe. Was wollen Sie denn wirklich. Ich finde, ebenso wie der gegründete Verein, dass man die Hotels die Flugzeuge sprich die Massen hier nicht benötigt. Wer will das stoppen? Herzliche Grüße Ralf Langmaack: Die Gegner des Flughafens stehen mit ihrer Forderung bestimmt nicht allein. Allerdings muss die Frage erlaubt sein, ob die Anreise per Flugzeug als Alternative zur Anreise mit dem Pkw bestehen kann. Die Argumentation mit dem CO2-Ausstoß ist leider nur ein Ansatz, aber die Einsparung der gesamten Bundesrepublik Deutschland in den vergangenen 10 Jahren wurden von China in den letzten drei Monaten zusätzlich verbraucht. Sylt ohne Flughafenanbindung ist aus meiner Sicht nur vorstellbar mit einem vollelektrifizierten und durchgängigen zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Hamburg - Westerland inkl. ICE-Anbindung. Bis dahin halte ich 60.000 Gäste die ohne Pkw - mit dem Flugzeug -auf die Insel kommen immer noch für erträglicher als 60.000 Gäste, die mit 30.000 Pkw auf die Insel reisen. | j.k.weber Geschrieben von Gast am 2007-05-14 09:06:06 Sehr geehrter Herr Langmaak, folgendes zu Ihrem Kommentar: Sylter Orte haben auf eigenen Antrag ,gemäß einer einschläg.Verordnung die Genehmigung erhalten,sich Kurort nennen zu dürfen.Wie paßt dies mit Tiefflügen von Klein- bis Großflugzeugen mit Nachtfluggenehmigung-wie sonst nur in Frankfurt-zusammen? Wie mit der Erhebung von Kurabgabe? Wie bewegen sich eigentlich,die von Ihnen genannten 60000 Fluggäste? -alle mit dem Fahrrad? Kommunalpolitik sollte ihr Handeln auch Ausrichten nach den vorhandenen Ressourcen und diese sind auf der Insel Sylt wahrlich begrenzt!! MfG j.k.w. Sehr geehrter Herr Weber, der Flughafen Sylt wurde seit Anfang der 60er Jahre bis Ende der 90er Jahre militärisch genutzt. Die Stationierung der F104 (Starfighter) und die Tiefflugeinsätze über der Nordsee und dem Königshafen waren dabei wahrscheinlich die extensivsten Nutzungen. Trotzdem hat Westerland zu Recht seinen Status als Heilbad (seit 1949) erhalten. Weiterhin hat sich trotz zunehmender Zahl der Fluggäste die Anzahl der Flugbewegungen reduziert, nicht zuletzt dadurch, dass durch die Linienmaschinen weniger private Kleinmaschinen zum Einsatz kommen. Zum Thema Kurabgabe empfehle ich Ihnen folgende Seite zu lesen: http://www.syltinfo.de/content/view/204. Zu Ihrer Frage, wie sich die Fluggäste auf der Insel bewegen: Selbstverständlich werden hier auch Leihwagen zum Einsatz kommen. Allerdings ist das Kontingent an Mietwagen auf der Insel so klein, das diese Auswirkung wohl eher als gering bezeichnet werden kann. Die Ausrichtung der Kommunalpolitik ist selbstverständlich ressourcenbezogen - dazu gehört aber auch der Flughafen als Ressource, die im internationalen Wettbewerb nicht unterschätzt werden sollte. Weiterhin konnte 2006 eine deutliche Reduzierung der Flugbewegungen gegenüber 2005 - bei steigender Fluggastzahl - erreicht werden. Ralf Langmaack 14.05.2007
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