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Warnung vor unseriösem Nebenjob
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In Zeiten von hoher Arbeitslosigkeit und knappen Kassen suchen viele Leute
nach einer Nebentätigkeit. Die Polizei warnt in diesem Zusamenhang vor einem
Angebot im Internet unter der Adresse www.anico24.com. Dort sucht die Firma Anico AG
mit Sitz in der Strandstraße 57 in 25980 Sylt Mitarbeiter als Finanzvertreter.
Meldet man sich dort als Interessent, so erhält man einen Arbeitsvertrag per
Mail. Die Tätigkeit besteht in der Entgegennahme von Überweisungen auf dem
eigenen Konto und Weiterleitung an die Firma Anico AG per Geldtransfer. Als
Gegenleistung werden am Monatsende 7,5 % Provision für alle transferierten
Gelder ausgezahlt. Tatsächlich kommt auch Geld auf dem Konto an und wird
vereinbarungsgemäß an die Firma weitergeleitet. Die kommenden Gelder stammen
in allen Fällen aus Online-Banking-Transaktionen. Die Überweiser wurden im
Vorfeld Opfer von Phishing. Die Zugangsdaten wurden ausgespäht und von
Unbekannten für diese Buchungen missbraucht. Opfer in diesen Fällen ist der
Interessent des Nebenjobs, die Banken nehmen ihn in die Pflicht und fordern das
ausgezahlte Geld zurück. Provisionen wurden bisher in keinem bekannten Fall
gezahlt. Wer ist nun die Firma Anico AG? Die Strandstraße in Westerland hört
bei der Hausnummer 37 auf, folglich müsste das Haus mit der Nummer 57 in der
Nordsee liegen. Die Telefonnummer gehören zwei Damen im Altersheim, die sich
über die ständigen Anrufe ärgern und nichts damit zu tun haben. Einzige
Anhaltspunkte sind fehlerhafte Schreibweisen auf der Webseite mit kyrillischen
Buchstaben und die Zahlungen nach Russland. Die Kriminalpolizei warnt in diesem
Zusammenhang vor solchen augenscheinlich lukrativen Nebenjobs. Auch wenn die
Webseitenaufmachung einen seriösen Eindruck suggeriert, zahlt man hier nur
drauf. Die Betreiber der Webseite haben mittlerweile dem Fehler mit der
Hausnummer Abhilfe geschaffen und diese auf 37 geändert.
Ralf Langmaack 14.07.2005 (Quelle: Polizei Bielefeld) |