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Bereits jetzt scheint der Plan für die Fusion der Gemeinden auf Sylt festzustehen. Die Sylter Rundschau veröffentlichte am 18.11.2003 den "Fahrplan" zur Einheit:
26.11.2003 Versendung der Fragebögen an alle Sylter Bürger, die kommunal wahlberechtigt sind
12.12.2003 Letzter Termin für die Abgabe der Fragebögen
13./14.12.2003 Auszählung der Fragebögen in den Gemeinden. Am Sonntag um 12 Uhr soll das Ergebnis der Befragung vorliegen. Bei mehrheitlicher Entscheidung für durchgreifende Veränderungen auf Sylt sollen dann folgende Schritte folgen:
15.12.2003 Zusammenkunft des Lenkungsausschusses der Arbeitsgruppe Politik und Verwaltung, Auswertung der Fragebogenaktion, Ausarbeitung eines Beschlussvorschlages für das weitere Verfahren
Januar 2004 Beratung des gemeinsamen Beschlussvorschlages in den Gemeinden
Februar bis April 2004 Verhandlung zwischen den Gemeinden und dem Innenminister über eine Gesetzesvorlage zu einer Gemeindereform auf Sylt. Vorlage des Verhandlungsergebnisses zur Beschlussfassung in den Gemeinden
März 2004 Einbindung des Kreises Nordfriesland
Mai 2004 Beschlussfassung in den Sylter Gemeinden. Bei einer Entscheidung für eine Veränderung folgen die Beratung über die Organisation der Veränderung, Aussprache und Festlegung über den Standort einer gemeinsamen Verwaltung, Planungen zur Stellenbesetzung und Aufgabenverteilung
Juni 2004 Stellungnahme des Kreistages und anschließende Beratung der Gesetzesvorlage im Landtag
September 2004 Abschließende Beratung und Beschlussfassung im Landtag
Oktober 2004 Verkündung des Gesetzes
1. Januar 2005 Umsetzung der Reform
Eine Verlängerung dieses Prozesses ist nicht ausgeschlossen und nach der aktuellen Lage wohl auch wahrscheinlich.
Bereits jetzt sorgt die abweichende Formulierung der Fragebögen für die Westerländer Bürger von den restlichen Fragebögen für Unruhe. Die Westerländer Stadtvertreter haben die vom Lenkungsausschuss ausgearbeiteten Fragen als zu suggestiv erachtet und durch eigene Fragen ersetzt. Zur Zeit scheinen die Gemeinden des Amt Landschaft Sylt und die Gemeinde List die Fusion zu befürworten, wogegen die Gemeinden Kampen, Wenningstedt-Braderup und die Stadt Westerland einer Fusion sehr kritisch bis ablehnend gegenüber stehen. Die Bürgerbefragung zwischen dem 26.11. und 12.12. soll in den Gemeinden die Stimmung der Bürger abfragen und den gewählten Vertretern helfen eine bürgernahe Entscheidung zu treffen. Dabei stehen drei Modelle zur Verfügung:
1. Es soll bei den bisherigen Strukturen bleiben.
2. Es soll eine Amtsmodell eingeführt werden – hierbei werden die Verwaltungen zusammengelegt, die Gemeinden behalten ihren Selbstständigkeit.
3. Es soll eine Fusion durchgeführt werden – die Gemeinden werden in ihrer jetzigen Form aufgelöst und Sylt wird zu einer Gemeinde/Stadt.
Ralf Langmaack 19.11.2003
© 19.11.2003 SyltInfo |