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Fliegende Bauten in der Insolvenz
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Vor ungefähr einem Monat wurde das Programm für die zehnte Saison des Meerkabaretts auf Sylt präsentiert. Jetzt wird mit dem Jubiläumsjahr die bange Frage verbunden, ob sich Sylt von diesem kulturellen Highlight verabschieden muss.
Um dieses zu vermeiden stellte Matthias Kraemer vor drei Tagen einen Insolvenzantrag beim Hamburger Amtsgericht. Hierdurch soll zum einen der Fortbestand der "Fliegenden Bauten" gesichert werden, aber auch ein Neuanfang ermöglicht werden. Die Versuche bundesweit potentielle Investoren für das Zelttheater mit einer festen Spielstätte in der Nähe der Reeperbahn zu finden blieben leider ohne Erfolg.
Nach Aussagen von Matthias Kraemer sind vor allem zwei Gründe für die finanziellen Schwierigkeiten verantwortlich. Zum einen die schlechte Wirtschaftslage, wodurch die Auslastung der Vorstellungen und auch das Firmenkundengeschäft mit Gala- und Sonderveranstaltungen einen deutlichen Rückgang verzeichneten. Dieser Rückgang ist zudem mit der Errichtung des neuen Standortes am Heiligengeistfeld einhergegangen. Die hohen Investitionen haben die Liquidität zusätzlich belastet, wodurch nach Informationen des Hamburger Abendblattes die Verbindlichkeiten auf 1,5 Millionen Euro angestiegen sind.
Für Sylter und Gäste sei aber das diesjährige Programm des Meerkabaretts auf Sylt gesichert. Der Kartenvorverkauf läuft uneingeschränkt weiter.
Ralf Langmaack 05.05.2003
© 5.05.2003 SyltInfo |