|
|
|
|
|
|
Peter Iden, dem Chef der Kriminalpolizei Westerland, fiel es nicht leicht von dem tragischen Badeunfall zu berichten. Der 47-jährige Hausmeister der Westerländer Polizeistation war am frühen Sonnabendmorgen im Wattenmeer ertrunken. Er war von Munkmarsch aus losgefahren, um die Nacht von Freitag auf Samstag im Pandertief zu verbringen. Mit an Bord ein weiterer Segelfreund und ein Gästeehepaar. Zwei der drei Männer waren bereits schlafen gegangen, als die Urlauberin, gegen 3 Uhr nachts, beschloss ein Bad im Mondschein zu nehmen. Kurz darauf wurde sie von einer Strömung erfasst und abgetrieben. Der von Bord zugeworfene Rettungsring verfehlte sein Ziel und trieb ebenfalls ab. Darauf sprang der Mann selbst ins Wasser, um die Urlauberin zu retten. Allerdings wurde auch er von der starken Strömung erfasst und, an der Frau vorbei, weiter hinaus getrieben. Die Frau wurde gegen 5:30 Uhr von einem anderem Boot gerettet. Die zur Hilfe gerufenen Besatzungen des Rettungskreuzer 'Minden' und des SAR-Hubschraubers konnten den abgetriebenen Sylter nicht mehr retten. Gegen 10:20 Uhr wurde seine Leiche im Wattenmeer entdeckt.
Ralf Langmaack 24.07.2006
|