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Extreme Sonnenbrandgefahr
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Die ersten Sommertage locken alle Menschen nach draußen in die Sonne. Deshalb schlägt der Leiter des Instituts für medizinische Klimatologie Prof. Dr. Carsten Stick Alarm. Seit Mittwoch werden in der Forschungsstation des Instituts auf Sylt für die Jahreszeit ungewöhnlich hohe UV-Strahlungen gemessen, die in kürzester Zeit zu einem Sonnenbrand führen können. Grund für dieses ungewöhnliche Phänomen ist eine sehr geringe Ozon-Konzentration in der Atmosphäre über Norddeutschland und der Nordsee. Messungen der NASA haben ein um 20 Prozent geringere Ozon-Konzentration als sonst ermittelt. Ein Ozonloch, wie über Australien, sei aber nicht zu befürchten. Nach Ansicht der Wissenschaftler handelt es sich nur um eine regionale Ausdünnung der Ozonschicht, die sich in kurzer Zeit wieder normalisieren wird. Bis dahin ist beim Sonnenbaden aber äußerste Vorsicht geboten. Liegt der UV-Index Ende Mai auf Sylt üblicherweise bei maximal 6 werden jetzt zum Sonnenhöchststand (ca. 13.30 Uhr) Werte bis 8 erreicht. Diese Werte werden sonst nur im Hochsommer erreicht. Bei einem solchen UV-Index ist für Menschen mit dem Hauttyp I (empfindliche Haut) die Schwelle zum Sonnenbrand bei ungeschützter Sonnenwirkung bereits nach 15 Minuten, für den Hauttyp II nach 20 Minuten. Die Sonnenbrandgefahr ist an den Küsten dabei besonders hoch, da durch den freien Horizont viel diffuse UV-Strahlung auf die Haut trifft und der Seewind die Haut kühlt, wodurch die Gefahr zu spät gespürt wird.
Ralf Langmaack 28.05.2005
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