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Punks mussten wieder abreisen
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Ende der 90er Jahre war Sylt bei der Punk- und Autonomenszene hoch im Kurs. Allerdings weniger als Urlaubsziel, sondern für gezielte Randale. In den Jahren 1995 bis 1998 wurden hiergegen erfolgreich Sozialarbeiter am Strand, Videoüberwachung an Wilhelmine und auch private Wachdienste und natürlich die Polizei eingesetzt. Bereits zehn Jahre vorher wurden in der Szene die "Sylter Chaostage" ausgerufen. Am Vatertag informierte der Bundesgrenzschutz die Westerländer Polizei, dass 40 Punks mit einem Nachmittagszug auf Sylt eintreffen werden. Reinhard Becker, Polizeichef in Westerland, verschaffte sich einen Überblick über das aggressive Auftreten der unbeliebten Gäste in der Friedrichstraße und am Strand, die auch vor Sachbeschädigung und leichten Körperverletzungen nicht zurückschreckten. Durch ein erteiltes Platzverbot drohte die Situation zu eskalieren, woraufhin die Polizeibeamten die Punks auf den Bahnhofsvorplatz begleiteten und die Personalien aufnahmen. Stadtrat Carsten Kerkamm, der zufällig Zeuge der Situation wurde, sprach angesichts übelster Provokationen von einer bewundernswerten Übersicht und Gelassenheit auf Seiten der Polizeibeamten. Um 17.52 Uhr kehrte in Westerland wieder Frieden ein, als die Punks in Begleitung des Bundesgrenzschutzes die Insel wieder verlassen mussten.
Ralf Langmaack 09.05.2005
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