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Im Rahmen des Wirtschafts- und Kulturfestivals "Vision Schleswig-Holstein" lud die Commerzbank zu einem Event in die Räume des Sylt-Aquariums. Unter dem Motto "Ideen nach vorn" traf sich eine sechsköpfige Gesprächsrunde. Bei dieser Gelegenheit informierte Westerlands Bürgermeisterin Petra Reiber die anwesenden Gäste über ihr nächstes, sehr ehrgeiziges, Ziel - die Errichtung der, von Sven Paulsen und Helge Jansen thematisierten, Seebrücke vor Westerland. Hierzu soll es bereits Mitte Mai weiterführende Gespräche geben. Dabei soll die Realisierbarkeit und die möglichen Wege dahin erörtert werden. Petra Reiber sieht in einer Seebrücke die Eröffnung der Insel für eine weitere interessante Klientel, nämlich die Passagiere von Kreuzfahrtschiffen. Die nicht öffentliche Podiumsdiskussion fand in einem geschlossenen Kreis von 50 Zuhörern statt, von denen lediglich fünf Insulaner waren. Dabei ist die Idee einer Seebrücke nicht neu. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts bis in die zwanziger Jahre betrieb die HAPAG einen 200 Meter langen Anleger in Hörnum. Wiedergeboren wurde die Idee als die "MS Europa" im August 2003 in Höhe der Sansibar vor Rantum lag, die kräftige Brandung aber das Anlanden der Gäste des Kreuzfahrtschiffes erheblich erschwerte. Sven Paulsen, dessen Schiffe auch auf der Ostsee verkehren, hat dort bereits Erfahrungen mit Seebrücken sammeln können. Allerdings ist allen Visionären klar, dass die Nordsee hier mit Wellen, die mit einer Wucht von bis zu 180 Tonnen, ungebremst auf die Küste treffen, andere Maßstäbe erfordern wird.
Ralf Langmaack 02.05.2005
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