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Schon vor 30 Jahren versuchte die Öffentlichkeit die Sylter Politiker auf Fehlplanungen hinzuweisen, als es um die Errichtung des "Atlantis"-Projektes ging. Dieser Meinung sind auch jetzt namhafte Vertreter der Sylter Wirtschaft, sind doch zur Zeit nicht weniger als zehn Hotelprojekte auf der Insel in Planung. Der Hotel- und Gaststättenverband zeigte auf, dass die jetzt bestehenden 4300 Hotelbetten auf Sylt um ungefähr 50 Prozent auf 6500 ansteigen, wenn alle Projekte realisiert werden. Die Konsequenzen hieraus scheinen niemand zu interessieren. Ob die Insel in der Hochsaison noch zusätzliche Gäste verkraften kann? Sind die geplanten Hotels eine Bereichung für Sylt? Wer hat den Nutzen aus diesen Projekten? Wie verändert dieses zusätzliche Angebot an Betten die Nachfrage in der Nebensaison? Viele Fragen sind bisher unbeantwortet. Jetzt haben sich 36 Sylter, die Vorsitzenden des Vereins Sylter Unternehmer und des DeHoGa und weitere Hoteliers der Insel zur "Initiative für Sylt" zusammengetan, um die Kommunen auf der Insel einer sinnvollen Planung zu bewegen und ohne entsprechende Abstimmungen keine neuen Hotels zu genehmigen. Mit dem Bau des Hotels in List mit 360 Betten soll in Kürze begonnen werden. In Hörnum sind 580 Betten und in Rantum 600 Betten von Gemeinden positiv beschieden worden. Trotzdem hoffen die Initiatoren das hier noch regulierend eingegriffen werden kann. Auch das geplante Objekt des Tourismuskonzerns TUI in Rantum birgt die Gefahr des Massentourismus, obwohl auf Sylt mit Qualität und nicht über die Masse Geld verdient wird. Ob der Appell bei den betroffenen Gemeinden Gehör findet bleibt abzuwarten - es wäre aber zu hoffen.
Ralf Langmaack 21.04.2005
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