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Neuer Bebauungsplan für das Kurzentrum   Drucken 

Der Bauausschuss der Stadt Westerland beschäftigte sich auf seiner letzten Sitzung unter anderem mit der Erstellung eines neuen Bebauungsplanes für das Kurzentrum. Dieses ist bisher als "Sondergebiet Kur" ausgewiesen. Die jetzige Bebauung an sich widerspricht dem aber schon, da eine solche Bebauungsdicht nicht erlaubt ist. Joachim Schweitzer von der Bauverwaltung Westerland erklärte, dass dieser Widerspruch jetzt aufgehoben werden soll. Dieses soll aber nicht durch den Abriss von Gebäuden erreicht werden. Vielmehr soll das Gebiet zwischen der Andreas-Dirks-Straße, Promenade, Friedrichstraße und Strandstraße in Zukunft als Kerngebiet ausgewiesen werden. Die jetzige Bebauung und Nutzung der Gebäude und Flächen entsprechen einem typischen Kerngebiet, in dem viel Lärm, teilweise auch nachts entsteht.
Der Bebauungsplan soll jetzt bis zum 25. Mai 2005 öffentlich ausgelegt werden, bevor er der Stadtvertretung zur Entscheidung vorgelegt wird.
Durch die Änderung des B-Planes werden nach Angaben von Herrn Schweitzer keine Neubauten ermöglicht, wohl aber Umbauten, wobei es in erster Linie darum geht den Bebauungsplan der Realität anzupassen. Dieses bleibt natürlich auch für die Anwohner nicht ohne Folgen, da sie sich bisher bei Ruhestörungen auf den Schutz des "Sondergebiet Kur" berufen konnten.

Das ganze Thema ist natürlich nicht neu. Bereits im Oktober 2004 ging es um die Neuaufstellung des Bebauungsplanes für das Kurzentrum. Damals war der Hintergrund, dass in einem "Sondergebiet Kur" keine Terrassenbewirtschaftung, eben wegen der Lärmentwicklung, zulässig ist. Damals sollte durch die Änderung des Bebauungsplanes ein Mischgebiet geschaffen werden. Gegen diese Änderung wehrten sich die Anlieger wie die Eigentümergesellschaft des Hauses Metropol und die Monbijou Hotel- und Appartement GmbH und begründeten dieses mit der drastischen Anhebung der Lärmbelastung von 45 auf 60 Dezibel tagsüber und 35 auf 45 Dezibel nachts. Zudem unterstellte man damals der Stadt Westerland ihrem privatwirtschaftlich organisierten Tourismusservice Westerland so wirtschaftliche Vorteile schaffen zu wollen.

Ralf Langmaack 13.04.2005


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