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Ein Zuhause für die Kunst
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Der Keitumer Galerist Herbert Sieg hat die "Sylter Kunstmuseums Stiftung" ins Leben gerufen, um der Kunst auf der Insel eine Heimat zugeben, also ein Museum zu eröffnen und die bestehenden Sammlungen durch neue Ankäufe zu erweitern. Die Stiftung wird neben dem Vorsitzenden Dr. Herber Sieg durch Rechtsanwalt Rüdiger Eis, den Glasbläser Hans-Jürgen Westphal und die Galeristin Cornelia Kamp vertreten. Sylt war und ist für viele Künstler eine Inspiration, aber die Arbeiten können bislang nicht in einer öffentlichen Einrichtung gezeigt werden. Während die Zeit bis 1800 im Heimatmuseum im Keitum präsentiert wird und die Sylter Kunstfreunde Ausstellungen in der Alten Post präsentieren, soll das neue Museum die Zeit ab 1900 bis in die Gegenwart abdecken. Geplant sind zudem zwei Ateliers in den Räumen des Museums, in denen Künstler kostenlose Studienaufenthalte angeboten werden sollen. Durch Atelierbesuche und Gespräche mit den Künstlern sollen das Verständnis und die Akzeptanz für die Gegenwartskunst verbessern. Der Grundstock wurde bereits durch eine großzügige Stiftung von 500.000 Euro gelegt, trotzdem sind weitere Spenden erforderlich, um das Museum zu realisieren, wobei die Mitglieder der Stiftung auf die Anreize durch das Steuerrecht hofft, dass Steuervorteile von bis zu 20450 Euro ermöglicht. Anlässlich der Vorstellung der Stiftung wurde natürlich auch der mögliche Standort eines Museums diskutiert. Während Herbert Sieg das Amtsgebäude in Keitum bevorzugt, wurde durch Westerlands Bürgermeisterin Petra Reiber die Bundesliegenschaften ins Gespräch gebracht. Einigkeit bestand aber darüber, dass die Kunst auf Sylt ein Zuhause braucht.
Ralf Langmaack 02.04.2005
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