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Badeunfall in Rantum: 56-jähriger Tourist ertrinkt
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Am Sonntagnachmittag kam es am Weststrand von Rantum zu einem tödlichen Badeunfall. Wie von der Kriminalpolizei Westerland vermutet wurden ein 56-jähriger Urlauber und dessen 22-jährige Tochter von einer Unterströmung erfasst.
Der Tochter gelang es aus eigener Kraft den Strand zu erreichen. Der Kampf des Vaters gegen die Strömung war vergeblich, er ertrank.
Obwohl sich das Unglück an einem unbewachten Strandabschnitt ereignete, wurden zwei Rettungsschwimmer auf den Vorfall aufmerksam. Zusammen mit zwei zufällig anwesenden Ärzten versuchten sie den Mann reanimieren. Leider blieben alle Versuche erfolglos.
An dem Strandabschnitt war zum Zeitpunkt des Unglücks ein roter Signalball gehisst. Dieses Signal bedeutet "eingeschränktes Badeverbot" und fordert auf nur an bewachten Strandabschnitten zu baden. In letzter Zeit beobachten die Rettungskräfte vermehrt, dass sich Touristen über Warnungen hinwegsetzen und so ein unkalkulierbares Risiko eingehen.
Zur Zeit werden an den deutschen Küsten allerdings noch unterschiedliche Signal für die Gefahrenhinweise verwendet. In den kommenden zwei Jahren sollen die alten Signale durch ein internationales System ersetzt werden. So wird in Zukunft eine gelbe Flagge das "eingeschränkte Badeverbot" und eine rote Flagge das "absolute Badeverbot" anzeigen. Ergänzend wird ein bewachter Strandabschnitt durch eine rot-gelbe Flagge gekennzeichnet. Gegen das neue System gibt es kaum Kritik, lediglich seien die Flaggen bei schwachem Wind schlechter zu erkennen als die zur Zeit eingesetzten Bälle. Aber ein international einheitliches System überwiegt diesen Nachteil.
Ralf Langmaack 31.08.2004 |