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Der Seehund, an den Küsten des Nordatlantik und in der Nord- und Ostsee beheimatet, ist erneut von einer Krankheit bedroht. Im Jahr 1988 wurden fast 2/3 der gesamten Population - ca. 8.600 Tiere - durch die Seehundstaupe getötet. Dieses Seehundsterben Ende der achtziger Jahre verunsicherte damals auch viele Urlauber, da es sehr lange dauerte bis die tatsächlichen Ursachen gefunden wurden. Es war der erste Fall, dass die Seehundstaupe in dieser Region auftrat.
Jetzt grassiert die Seehundstaupe wieder. Seit Mai 2002 bis zum 23.08.2002 wurden im Skagerak und Kattegat 3.970 erkrankte oder tote Seehunde gefunden. An den Küsten der Nordsee beträgt die Zahl der betroffenen Tiere 1.077. Im Bereich des dänischen und schleswig-holsteinischen Wattenmeer wurden allerdings bisher keine Seehunde mit dieser Erkrankung entdeckt.
Die Seehundstaupe (PDV-Virus) selbst ist nicht auf den Menschen übertragbar. Allerdings können tote oder kranke Tiere eine Gefahr für den Menschen darstellen, da sie eventuell zusätzlich von anderen Infektionen befallen sind. Zudem sind kranke Tiere leicht aggressiv und könnten zubeißen. Für Hunde und Katzen gilt: Der Virus kann zwar übertragen werden, aber die Tiere erkranken nicht daran. Auch für die im Wattenmeer ebenfalls beheimateten Kegelrobben scheint die Seehundstaupe weniger gefährlich zu sein. Erfahrungen aus dem Jahr 1988 haben gezeigt, dass Kegelrobben zwar vereinzelt an dem Virus erkranken, dann aber einen leichten Verlauf der Krankheit zeigen.
Am 26. August 2002 wurde aus dem aktuellen Anlass ein Bürgertelefon zum Thema Seehundsterben in Schleswig-Holstein vom Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten des Landes Schleswig-Holstein eingerichtet. Unter den Rufnummern 0700/86935874 und 0700/01002471 werden Fragen zu diesem Thema kompetent beantwortet.
Mehr Informationen finden Sie hier:
Offizielle Informationen über die Seehundstaupe Mehr über Seehunde
Ralf Langmaack 28.08.2002
© 28.08.2002 SyltInfo |