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Nach drei Jahren Planung mit vielen Änderungen war es am 28. November 2002 endlich soweit. Westerlands Bürgermeisterin Petra Reiber konnte den ersten Spatenstich ausführen. Der ursprüngliche Plan für ein Multimedia-Freizeit-Projekt konnte mangels Finanzierungen nicht realisiert werden. An diese Stelle soll jetzt das größte Aquarium Deutschlands mit einer in Deutschland einzigartigen Kombination der Unterwasserwelten von Nordatlantik und Tropen treten. Das Fassungsvermögen des Größten der insgesamt 28 Becken soll 500.000 Liter Meerwasser betragen. In einem Tidebecken wird computergesteuert der Wechsel von Ebbe und Flut simuliert.
Die "Reise" des Besuchers beginnt in der Eingangshalle mit Friesenhäuser, der Sylter Dünenlandschaft in der die Naturgewalten von Sturm und Wellen multimedial erzeugt werden. Das Wattenmeer soll der Besucher als Riese erleben, der über die nordfriesischen Insel wandert, um so zum Nordatlantik mit seinen typischen Fischen, darunter auch Haie (14 Arten leben im Atlantik) zu gelangen. Über einen Transferbereich erreicht der Besucher dann den nächsten Ozean mit dem bisher größten deutschen Tank. Am Ende dieser Unterwasserwelt mit Moränen und Korallenriff erreicht man eine Amphitheater, dass 50 Besuchern Platz bietet.
Insgesamt 8,4 Millionen Euro werden in das 10.000 Quadratmeter große Gelände inklusive Abenteuerspielplatz investiert. Damit ist diese Projekt bereits größer als das "Sealife-Center" in Timmendorf. Dass das Ergebnis noch viel besser sein soll versprechen die Investoren.
Mit dem Baubeginn wird in diesen Tagen gerechnet, denn immerhin soll das Aquarium im Sommer 2003 fertig sein. Für den Bau wurde unter anderem die Firma "Grant Leisure Group Limeted", die weltweit Aquarien mit Acryltrennwänden baut, um die Unterwasserwelt durch begehbare Tunnel noch lebensnaher zu gestalten. beauftragt.
Die Investoren rechnen mit 180.000 bis 240.000 Besuchern jährlich, wobei der Eintritt voraussichtlich unter 10 Euro liegen soll.
Für eine artgerechte Haltung der Meeresbewohner soll die Zusammenarbeit mit Meereskunde-Institut in Kiel sorgen.
Unter den Einwohner Westerlands hatte die lange Laufzeit schon für Zweifel hinsichtlich der Realisierung des Projektes gesorgt. Bisher sind auch noch nicht alle Probleme beseitigt. Z.B. ist es noch unklar wie das Wasser für den "Nordatlantik" in die Becken gelangen soll, ob über eine Pipeline durch die Dünen direkt aus der Nordsee oder über Umwege mit Hilfe von Tankwagen.
Ralf Langmaack 16.12.2002/08.01.2003
© 8.01.2003 SyltInfo |