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Durch die Aufhebung des "Aktionplan Seehundstaupe" am 14. November 2002 hat Umweltminister Klaus Müller offiziell das Seehundsterben für beendet erklärt. In den letzten zwei Wochen wurden nur noch wenige, bereits stark verweste Seehundkadaver gefunden.
Seit dem 11. August 2002 wurden durch die Staupe 3.600 Tiere getötet. 2.700 Kadaver wurden von Seehundjägern, Naturschutzverbänden und Kurverwaltungen entfernt. Das Amt für Ländliche Räume in Husum und das Staatliche Umweltamt Schleswig haben weitere 900 Kadaver geborgen.
Im gesamten Bereich der Nord- und Ostsee fielen über 21.100 Tiere dem Virus zum Opfer, davon 11.000 Tiere im internationalen Wattenmeer. Im Sommer wurde hier noch ein Bestand von 28.000 Seehunden ermittelt.
Das Landes-Veterinäramt geht davon aus, dass die hohe Sterblichkeitsrate bei den Seehunden nicht auf einen Überbestand zurückzuführen ist. Erst durch einen Bestand von mehr als 50.000 Seehunden kann sich der Seehundstaupevirus permanent halten und so eine Immunität bei den meisten Tieren erzeugen.
Das Medieninteresse viel diesmal, im Vergleich zum Jahr 1988, wesentlich geringer aus, da der Virus sich langsamer ausbreitete und die Küstenländer ein gezieltes Krisenmanagement entwickelt hatten.
Weitere Informationen unter:
07.09.2002 Mehr als 10.000 tote Seehunde - SyltInfo News
31.08.2002 Seehundsterben weitet sich aus - SyltInfo News
28.08.2002 Seehundsterben - SyltInfo News
Ralf Langmaack 23.11.2002
© 23.11.2002 SyltInfo |