|
Keitum bekommt Umgehungsstraße
|
|
|
|
|
|
|
|
Bereits im Januar 1964 wurde ein Plan veröffentlicht, der einen Neu- oder Ausbau der Straße Tinnum - Keitum - Archsum - Morsum südlich der Bahnlinie enthielt. Seit dem wurde das Thema Ortsdurchfahrt Keitum immer wieder aufgegriffen und verworfen. Erst die Pläne die Ende der 90er Jahre vorgestellt wurden, scheinen sich realisiern zu lassen, scheitern dann aber von Seiten des Wirtschaftsministeriums an fehlenden Finanzmitteln.
Am 08. November 2002 war es dann endlich soweit. Der Bau der Umgehungsstraße wurde begonnen, beginnend am Parkplatz westlich von Keitum soll der erste Bauabschnitt bis zum Westhörn führen. Hierfür sind bereits alle Verträge unterschrieben. Für den zweiten Bauabschnitt, die Anbindung an die Kreisstraße 117 Richtung Archsum fehlen allerdings noch einige Grundstücke. Angesichts des Gesamtsaufwandes von 4,2 Millionen Euro ist die Gemeinde Sylt-Ost allerdings optimistisch. Von den Kosten werden 2,9 Millionen Euro vom Land getragen, den Restbetrag von 1,3 Millionen Euro teilen sich der Kreis und die Gemeinde.
Für Keitum wird die Umgehungsstraße eine deutliche Aufwertung bedeuten, da die jetzige Ortsdurchfahrt über den Gurtstig mit bis zu 8.300 Fahrzeugen täglich deutlich überlastet ist. Nach Schätzungen soll sich die Belastung nach der Fertigstellung der vollständigen Umgehung im Jahr 2004 auf 3.300 Fahrzeuge vermindern. Im Rahmen der Bauarbeiten werden die Bahnübergänge im Gaat und Westerhörn genauso wie der Bahnübergang an der Kreisstraße 117 östlich von Keitum geschlossen. Die Deutsche Bahn AG und die Gemeinde Sylt-Ost planen als Ausgleich einen Rad- und Gehwegtunnel im Gaat, der dann als Verbindung zum Parkplatz und zum neuen Außenbahnsteig in Keitum führen soll.
Ralf Langmaack 19.11.2002
© 19.11.2002 SyltInfo |