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Friedrichstraße, Granit und kein Ende
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Über ein Jahr nach dem Bürgerentscheid über die Neugestaltung der Friedrichstraße steht Westerland wieder genau an der gleichen Stelle wie vor dem Bürgerentscheid. Am 4. November 2002 wurde von der Stadtvertretung mit den Stimmen der SPD, CDU und UBW einen erneuten Bürgerentscheid mit der Frage "Soll der Bürgerentscheid zum innerstädtischen Ausbau aufgehoben werden?" durchzuführen.
Nach den aktuellen Berechnungen liegt der Aufwand für die Neugestaltung mit 5,2 Millionen Euro ca. 32 Prozent über den Kosten liegen, von denen man vor einem Jahr ausgegangen ist.Da der Bürgerentscheid des letzten Jahres zwei Jahre Bestand hat, kann dieser durch die Politik innerhalb dieser Zeit nicht geändert werden. Umso erstaunlicher ist es, dass weder die geforderte Musterfläche zur genauen Kostenermittlung in Auftrag gegeben wurde, noch der Planer Jörg Wagner zur Prüfung hinsichtlich möglicher Einsparpotentiale aufgefordert wurde.
Wann der neue Bürgerentscheid stattfinden soll steht noch nicht fest. Einzig der Termin zur Kommunalwahl am 2. März 2003 wurde bereits aus organisatorischen Gründen ausgeschlossen. Es werden also wohl noch einmal mehr als vier Monate ins Land gehen, bevor der Bürger erneut befragt werden soll. Aber selbst wenn sich eine Mehrheit in diesem angestrebten zweiten Bürgerentscheid erreicht werden sollte, ist es zur noch strittig welchen Status hinsichtlich der Planung erreicht wird. Gilt dann wieder der Beschluss der Stadtvertretung vom 22. März 2001 zu Gunsten des Planers Czock, der eine Pflasterung mit Klinkern vorgeschlagen hat? Oder wird dieser Beschluss ebenfalls mit aufgehoben? Wohl eher nicht.
Die Anlieger der Friedrichstraße halten am aktuellen Stand fest und werfen der Stadtvertretung die Neugestaltung zu verschleppen. Zudem ist es fraglich, ob ein erneuter Bürgerentscheid - ohne Vorlage der Fakten - überhaupt Aussicht aufErfolg hat. Immerhin müssen 25 Prozent der Bürger an der Entscheidung teilnehmen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem das Verhalten der SPD, die seinerzeit den Vorschlag des Planers Czock in der Stadtvertretung favorisiert hatte. Jetzt möchte die SPD nach der Aufhebung des ersten Bürgerentscheides sämtliche Pläne in der Schublade verschwinden lassen und nach einer neuen Möglichkeit im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stadt Westerland suchen.
Ralf Langmaack 15.11.2002
siehe auch:
22.09.2002 Umbau der Fußgängerzone - SyltInfoNews
05.10.2002 Streit um Umbau der Fußgängerzone - SyltInfoNews
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