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Der erste Herbststurm des Jahres 2002 verlief auf Sylt ohne ernste Folgen. Der Wind fegte mit 124,2 km/h in der Spitze über die Insel. Im Vergleich dazu wurden bei Anatol im Dezember 1999 Windgeschwindigkeiten bis zu 180 km/h gemessen.
Trotzdem hat der Sturm deutlich seine Spuren an den, Mitte September beendeten, Sandvorspülungen hinterlassen. Personenschäden wurden auf Sylt zum Glück nicht verzeichnet, aber die Sylter Feuerwehren waren zum Teil bis Mitternacht am Sonntag im Einsatz, um sich umgestürzte Bäume, beschädigte Dächer und anderes zu kümmern.
Im Kreis Pinneberg bei Tornesch zerstörte ein Baum die Oberleitung der Bahnverbindung Hamburg - Westerland. Dieses führte zu erheblichen Behinderungen im Schienenverkehr bis einschließlich Montagmorgen, wovon auch etliche Pendler vom Festland betroffen waren, da der Teil der Züge, die üblicherweise von Hamburg nach Westerland fahren ausfielen.
Aber auch die Tierwelt blieb von diesem Orkan nicht unberührt. So verschlug Hochseevögel wie Sturmvögel, Wellenläufer, Tölpel, Raub- und Hochseemöwen vor die Insel Sylt und in die Dithmarscher Bucht.
Ralf Langmaack 29.10.2002
© 29.10.2002 SyltInfo |