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Austern verdrängen Muscheln
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Die pazifische Auster, auf Sylt als "Sylter Royal" gezüchtet droht in der wildwachsenden Form in der Nordsee zu einer Plage zu werden und die Miesmuschelfischerei zu gefährden. Die pazifische Auster wird auch in den Niederlanden kultiviert und von dort aus, so die Vermutung der Leiterin der Nationalparkverwaltung Wattenmeer Irmgard Remmers, bewegen sich die Larven in die Bereiche der traditionellen Miesmuschelbänke.
Die Auster vermehrt sich wesentlich stärker als die einheimische Miesmuschel. Diese Entwicklung kann man bereits auf den Bänken vor Borkum, Juist und Norderney beobachten. Die Ausbreitung der Austern kann zur Zeit nicht verhindert werden, selbst eine wirtschaftliche Nutzung durch das Ernten der wildwachsenden Austern ist nicht möglich, da dieses durch die Niedersächsiche Küsten-Fischreiordnung eindeutig untersagt ist.
Die Landwirtschaftskammer Weser-Ems sieht noch keine akute Bedrohung der Miesmuschelfischerei, dieser Zustand könnte sich aber bald dramatisch ändern.
Informatives:
Die Pazfische Auster (Crassostrea pacifica) stammt aus dem Norden des Pazifiks.
Die Fortpflanzung erfolgt durch Larven, die wochenlang im Wasser treiben können, bevor sie sich auf dem Untergrund festsetzen.
Im Nationalpark Wattenmeer steht die Auster unter Schutz. Das Aufsammeln und Mitnehmen der Tiere ist untersagt.
Ralf Langmaack 07.04.2004
© 7.04.2004 SyltInfo |