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Fusion auf Sylt gescheitert
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Amvergangenen Donnerstag fanden in allen Ortsparlamenten zeitgleiche Abstimmungen über die "Großgemeinde Sylt" statt. Lediglich Sylt-Ost und List stimmten dabei eindeutig für die umgehende Aufnahme entsprechender Verhandlungen.
In Westerland setzte die CDU mit ihrer absoluten Mehrheit ihren eigenen Antrag durch, wonach bei der Bundestagswahl Ende 2006 durch eine Abstimmung der Bürger mehr als 50 Prozent der Wahlberechtigten sich für eine Fusion entscheiden müssen. Dann soll unter Mitwirkung der anderen Gemeinden auf Sylt die Fusion bis zur Kommunalwahl 2008 umgesetzt werden. In der Presse wurde vielfach geäußert, dass sich in der Bürgerbefragung vor sechs Wochen 55 Prozent der Bürger für eine Fusion ausgesprochen hätten. Tatsächlich waren 55,16 Prozent der abgegebenen Fragebögen für die Fusion, aber die Beteiligung lag nur bei 49,53 Prozent. Dieses Ergebnis läßt Raum für verschiedene Interpretationen, aber effektiv haben sich somit nur 27,32 Prozent der wahlberechtigten Westerländer für die Fusion ausgesprochen.
Kampen und Wenningstedt folgten dem eindeutigen Bürgervotum und sprachen sich klar für die Erhaltung der Selbständigkeit aus. Bei den Sitzungen wurde allerdings deutlich, dass sich Kampen und Wenningstedt, die zur Zeit noch dem Amt Landschaft Sylt angeschlossen sind, planen zukünftig sich der Stadt Westerland anzuschließen.
Die Gemeinde Rantum hat sich als einzige für das sogenannte Amtsmodell ausgesprochen. Hörnum lehnt eine Fusion zum jetzigen Zeitpunkt ab.
Für die Befürworter der "Gemeinde Sylt" sind diese Beschlüsse enttäuschend. Auch wenn alle Politiker zusichern über weitere Formen der Zusammenarbeit nachzudenken, scheint der Traum der Großgemeinde vorerst geplatzt zu sein.
Ralf Langmaack 25.01.2004
© 25.01.2004 SyltInfo |