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Bereits in der vergangenen Woche hatte der Ortsbeirat Keitum darauf bestanden, dass die Deutsche Bahn AG, wie geplant, die geplante Untertunnelung am Keitumer Bahnhof mit Fahrstühlen auszustatten und somit behindertengerecht zu gestalten. Jetzt ist die Deutsche Bahn mit der geplanten Streichung der Fahrstühle auch in Kiel nicht weitergekommen. Die zuständige Tochtergesellschaft "DB Station und Service" hat nach eigenen Angaben die Fahrstühle bereits abbestellt und sich somit von der, durch das Land genehmigten, Planung entfernt. Bürgermeister Ingbert Liebing bedauert die mangelnde Kompromissbereitschaft, wodurch vorerst auch die Chance vertan ist, lediglich auf der Nordseite einen Fahrstuhl zu bauen. An der Südseite wäre die Errichtung einer behindertengerechten Rampe möglich und könnte dort somit einen Fahrstuhl überflüssig machen.
Ein weiterer Streitpunkt ist die geplante Fußgängerbrücke am Bahnhof in Morsum. Diese Brücke soll den neuen Parkplatz neben dem Bahnhofsgebäude mit dem nördlichen Bahnsteig verbinden. Die "DB Station und Service" rechnet für eine voll überdachte Metallbrücke mit Kosten in Höhe von 700.000 Euro und will deshalb vollständig auf eine Fußgängerbrücke verzichten. Nach Auffassung der Gemeinde Sylt-Ost würde aber auch eine offene Holzbrücke, deren Kosten auf etwa 150.000 Euro geschätzt werden, vollkommen ausreichen. Die Bahn hat jetzt bis Ende September Zeit entsprechende Alternativen vorzulegen.
Ralf Langmaack 18.08.2003
© 18.08.2003 SyltInfo |