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Die Serie der Einbrüche auf Sylt hat noch kein Ende gefunden. In der Nacht zum vergangnen Montag drangen Einbrecher in die Morsumer Kirche St. Martin, die Kurverwaltung in Morsum und in die Morsumer Grundschule ein. In der Grundschule wurden fast sämtliche Türen gewaltsam geöffnet und Klassenräume und Büros durchwühlt die Beute war eine Geldkassette mit ein paar Euro. Der größte Schaden entstand aber dadurch, dass die Einbrecher mit Feuerlöschern sämtliche Räume, Schränke und Computer besprühten. Die Grundschule wird voraussichtlich für drei Tage schließen müssen, bis eine Spezialfirma die Verunreinigungen beseitigt hat.
Auch in der Morsumer Kirche wurde der gesamte Innenraum mit Löschpulver vollgesprüht. Zudem wurde ein Spendendose aufgebrochen, ein Opferstock zerstört und ein Jesus-Bild von der Wand gerissen. Das aggressive Salzkarbonat im Löschschaum macht es jetzt unter anderem erforderlich die Orgel vollständig zu zerlegen und zu reinigen. Pastor Ekkehard Schulz schätzt den Schaden auf über 100.000 Euro. Die vor einem Jahr neu bezogenen Sitzpolster wurden ebenso zerstört wie das neue Altar-Bild.
Auch im Muasem-Hüs wurde eingebrochen, hier blieb zum Glück die Ausstellung über das Morsum Kliff unbeschädigt.
Einen vierten Einbruch registrierte die Kriminalpolizei in Westerland. Hier wurde in ein Büro einer Appartementvermittlung eingebrochen und Bargeld entwendet.
In der Nacht zum Dienstag wurde die Serie mit einem versuchten Einbruch in die Grundschule Keitum und einem Einbruch in den Westerländer Tennisclub fortgesetzt. An der Grundschule in Keitum wurden die Einbrecher scheinbar gestört und ließen deshalb von ihrem Plan ab. Im Tennisclub wurden die Räume durchsucht und ein Zigarettenautomat aufgebrochen.
Inzwischen kann Pastor Schulz auf Hilfe hoffen. Die Initiatoren der Ausstellung über das Morsum Kliffwerden am kommenden Sonntag, dem letzten Tag der Ausstellung Fossilien und Fotografien zugunsten der Kirchengemeinde versteigern.
Ralf Langmaack 13.08.2003 |