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Der erste Besuch der "MS Europa" wurde von strahlendem Wetter und einer ruhigen Nordsee begleitet. Tausende Schaulustige fanden sich zu diesem Ereignis am Roten Kliff und am Strand ein, um das 200 Meter lange Kreuzfahrtschiff zu begutachten. Im Laufe des Vormittages entstand im Bereich der Kurhausstraße und der Sturmhaube ein regelrechtes Verkehrschaos. Da der schiffseigene Teakholz-Steg für den Nachmittag und Abend am Strand vor der "Sansibar" benötigt wurde, bekamen einige Passagiere und Schiffsbesucher beim Besteigen der Schlauchboote nasse Hosen. Nach etwas weniger als sechs Minuten erreichten die Schlauchboote vom Strand aus das etwa 1.100 Meter entfernte Schiff. Das die Mannschaft mit dem Ein- und Ausschiffen bereits auf ihren Expeditionsfahrten in die Arktis und Antarktis Erfahrungen gemacht hatte, war unverkennbar. Rund 50 Sylter, darunter auch die Bürgermeister der Gemeinden List und Kampen, erhielten eine exklusive Führung über die Decks der "MS Europa". Der Kapitän bestätigte die gute Resonanz auf diese Reise, denn eine Auslastung von 406 von 420 möglichen Passagieren konnte bisher nicht erreicht werden. Am Nachmittag fuhr der Luxusliner vorbei an Wenningstedt und Westerland nach Rantum auf die Höhe der "Sansibar". Hier warteten bereits 250 geladene Gäste, die den Abend an Bord verbringen sollten. Im Gegenzug sollten 250 Passagiere der "MS Europa" den Abend in der "Sansibar" verbringen. Da der Teakholz-Steg durch die Strömung in Mitleidenschaft gezogen wurde und nicht verwendet werden konnte, bevorzugten einige Gäste doch das Menü am Strand.
Ralf Langmaack 04.08.2003
© 4.08.2003 SyltInfo |