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Der Feuer-Ökologe Prof. Johann Georg Goldammer ließ gestern im dritten Anlauf auf zwei
Flächen von je 1.000 Quadratmetern die Heide kontrolliert abbrennen. Der erste Versuche wurden durch den Brand im Wenningstedter Spar-Markt, wodurch sämtliche Feuerwehrkräfte gebunden waren, verhindert. Beim zweiten Anlauf verhinderte strömender Regen das Abbrennen der Heide. Am 06.09.2002 verlief aber alles reibungslos, so dass auch die eingesetzten Feuerwehrmänner nicht eingreifen brauchten.
Durch das Abbrennen soll das überalterte Pflanzenmaterial verjüngt werden. Hierbei greift man auf zufällige Erfahrungen auf Truppenübungsplätzen zurück. Hier hatte sich die Heide nach Bränden wieder sehr schnell regeneriert. Mit Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein und des Kreises Nordfriesland wurden jetzt Flächen in der Heide nördlich von Braderup als Versuchsflächen ausgewählt. Allerdings hatte Werner Mansen als Geschäftsführer der Naturschutzgemeinschaft Sylt, welche die Braderuper Heide betreut, jahrelang vergeblich Anträge beim Land für einen solchen Versuch gestellt.
Der Versuch wird einem Team des Max-Planck-Institutes begleitet und verwertet unter anderem die Daten über Temperaturen und Emissionen in einer Datenbank.
Ralf Langmaack 07.09.2002
© 7.09.2002 SyltInfo |